Die Macht der Buchstaben, aneinandergereiht zu Worten und Sätzen ist gewaltig. Ebenso leider auch das allzu oberflächliche Lesen derselben. Diese Oberflächlichkeit kann zu einer Sinnentfremdung führen und somit zu falschen Schlussfolgerungen. Das sollte mir als Programmierer eigentlich klar sein. Keine Programmiersprache verzeiht den noch so kleinsten Fehler. Selbst ein Komma oder Semikolon kann über Gut oder Böse entscheiden.
Warum passiert dann gerade mir der Fehler, einen Text, geschrieben von einer lieben Kollegin, so falsch zu interpretieren?
Vielleicht weil ich den Text nur überflogen habe, ich eigentlich zu viel zu tun hatte, Begriffe wie “alt im Kopf” genannt wurden bei denen ich mich persönlich angesprochen fühlte und weil meine persönliche Auswahl in einer öffentlichen Abstimmung kritisiert wurde. Persönlich angesprochen fühlte ich mich wohl aufgrund meines tatsächlichen Alters und weniger wegen des “alten Kopfes”. Das war Eitelkeit. Eigentlich völliger Blödsinn.
Die entstandene Zwietracht fand ich belastend, störend und im Grunde völlig unnötig. Hier haben zwei Personen überreagiert. Sprachlicher Ausdruck in Form von Buchstaben scheint mir sehr anfällig für solche Probleme. Was zwischen den Menschen neben den Buchstaben, Worten und Sätzen in einem persönlichen Gespräch tatsächlich abläuft weiß ich nicht - klar ist aber, dass es niemals zu einem derartigen Irrläufer gekommen wäre wenn der Dialog auf Sprechen statt auf Schreiben basiert hätte.
Also, liebe Leser, seit umsichtig im Umgang mit Buchstaben. Schreiben und Lesen ist gleichermaßen riskant. Ein persönliches Gespräch ist allemal vorzuziehen.
Alleine bei der Ansage stellen sich mir schon die Nackenhaare auf. Ich weiß ja was da jetzt kommt. So´n kleiner Wicht im dunkelblauen Anzug, hellblauem Hemd und meist roter Krawatte, der einen hektischen Eindruck vermittelt, weil ja an der Wallstreet alles so hektisch ist, und er den interessierten Zuschauern genau diesen Eindruck vermitteln will. Wahrscheinlicher ist aber, dass der Wicht gar nicht anders kann und sich jedesmal einnässt oder gar Schlimmeres passiert wenn er vor der Kamera steht. Meine gute Erziehung verbietet mir hier in weitere Details abzuschweifen.
Diese redaktionellen Beiträge im Nachrichtenblock des Privatfernsehens ärgern mich extrem. Wie kann es sein, dass solche Reporter glauben der Gesellschaft erklären zu können wie sich die Weltwirtschaft entwickelt. Sie geben Prognosen von sich deren Wahrheitsgehalt um mehrere Zehnerpotenzen hinter der Wettervorhersage liegt. Und die ist, wie wir alle sehr gut wissen, auch fürn Arsch.
Aktuell befinden wir uns allerdings ganz offensichtlich wirklich in einer wirtschaftlichen Krise. Das muss man wohl so akzeptieren wenn man im “Spiegel” Berichte von Experten liest, die ihr eigenes Studium mit der Untersuchung der Wirtschaftskrise von 1929 bestritten haben. Menschen, die reich an Erfahrung sind, und trotzdem weder vergreist noch abgehoben. Menschen, die evtl. auch keinen persönlichen Nutzen aus der Situation ziehen oder große finanzielle Verluste hinnehmen müssen. Menschen eben, denen ich glaube.
Und genau hier bekomme ich angst. Wie konnte es eigentlich dazu kommen, dass inzwischen auch genau diese Experten und nicht nur die kleinen rasenden Reporter von den Börsen-Indexen sprechen als wären sie eigenständige Lebensformen, die die Menschheit bedrohen. Niemand mehr scheint z.B. diesen DAX kontrollieren zu können. Eine irgendwie völlig absurde Situation. Keiner scheint es so zu wollen und doch stürzt sich dieser kleine freche DAX jeden Tag aufs neue in gefährliche Abenteuer und Tiefen.
Jetzt bin ich niemand mit großen Reichtümern, und Aktien habe ich schon immer abgelehnt, und trotzdem wächst in mir eine große Unruhe wenn ich ans Rentenalter denke. In der Haut meiner jüngeren Arbeitskollegen möchte ich irgendwie schon garnicht stecken. Wer da heute notgedrungen private Vorsorge betreibt muss doch bei den tagesaktuellen Entwicklungen jederzeit damit rechnen, dass alle Vorsorge mit einem Knall den Bach runtergeht. Das machen uns die Amerikaner gerade vor. Die verlieren ihre Häuser und ihre Altersabsicherung binnen kürzester Zeit und stehen damit völlig unverschuldet, im Sinne von keine persönliche Schuld daran zu tragen, vor dem wirtschaftlichen und damit auch vor dem sozialen AUS!
Irgendwie gönne ich den Wichten, dass sie mal ordentlich auf die Schnauze fallen mit ihren lächerlichen Weisheiten. Leider sind damit aber Schicksalsschläge verbunden, die so unnötig sind wie ein Pickel am Arsch.
Also - hoch leben die Reportage-Wichte. Mögen sie soviel Mist erzählen wie der Tag lang ist. Und hoffentlich geht diese Krise mit so wenig wie möglich Schaden an uns allen vorbei. Also liebe Wichte, ich zünd´ Euch am Wochenende nach der Abendmesse mal ne Kerze an und nehme Euch sogar in mein abendliches Gebet auf. Prost!
PS: Ich habe das geschrieben weil ich mich wirklich über diese kleinen Schlaumeier im Nachrichtenprogramm ärgere, aber mehr noch weil ich mich dieser wirtschaftlichen Entwicklung so hilflos ausgesetzt fühle und leider keine Ahnung habe was sie noch alles mit uns anrichten wird. Weil ich aber ein positiv eingestellter Mensch bin sage ich jetzt mal abschließend:
“Alles wird gut!”
Und daran glaube ich in meinem Inneren auch wirklich. Von mir aus nennt mich jetzt naiv. Ist mir wurscht. Das Ganze musste mal raus. Jetzt gehts mir besser.
PPS: Zitat Norbert Blüm: “Die Renten sind sicher.”
So schön kann Politik sein. *Träum*
Kategorie: Kwaxxlos (aber nur weil ich nicht weiß wo ich dieses Desaster ansonsten einordnen sollte)
Da saßen wir alle beisammen um den Geburtstag einer lieben Kollegin zu feiern und plötzlich ergreift das Löhtchen (oder wie es neuerdings heißt, ”dem Löhtchen”) seine funkelnagelneue Laptoptasche und zeigt ganz stolz die Qualitäten derselben auf. Alle waren der Meinung, dieses schwuchtelige Teil stehe ihm nicht, aber er war überhaupt nicht zu bremsen. Schließlich hätte ja selbst der Bigboss auch nen Koffer dieser Marke und überhaupt wär sie ja ganz dolle verarbeitet, und, und…
Podolski, der nur zum Teil so heißt, auch nicht Fußball spielt sondern segelt, nimmt sofort den Spielball auf und präsentiert ebenfalls das ach so tolle Teil. Betont wie schön sich das Muster auch in den Innentaschen wiederhole, stellt Fragen nach der Unterbringung des Netzteils, das ja immer so große Probleme bereite und zeigt sich, nach Löhtchens Hinweis auf das entsprechende Fach, überglücklich, dass endlich eine Tasche erfunden wurde, die sogar für ein Netzteil einen Platz vorsieht. Echt super!
Fehlte nur noch, dass einer der beiden ein Zentimetermaß heraus holt um zu zeigen, dass die Tasche genau soundsoviel Zentimeter groß, breit oder lang ist und genau den richtigen Platz für ein Laptop mit dazugehörigem Netzteil bietet. Eine wahrlich fernsehreife Produktvorstellung.
Ich war kurz davor mir eine solche Supertasche zu bestellen, wurde aber im letzten Moment davon abgehalten. Statt Werbunterbrechung in der Dauerwerbesendung kam völlig live und real der Kellner an den Tisch und fragte nach weiteren Bestellungen. Er hatte leider keine Taschen im Angebot und so hab ich dann einfach noch ein Bier bestellt. Jetzt schlaf ich doch noch mal ne Nacht drüber. Vielleicht wirds ja morgen was. Ich denke, ich lass sie mir noch mal vorführen. Vielleicht mit allen anderen Kollegen gemeinsam ;)
Insgesamt war es eine sehr schöne Geburtstagsfeier, Tasche hin oder her.
… hat sich bei mir immer in engen Grenzen gehalten. Im Wesentlichen wird es auch sicher dabei bleiben, aber jetzt hats mich doch mal positiv überrascht. Seit der Geschichte mit dem Bankomaten hat mich ja die Angst vor größeren Rückzahlungen nicht mehr losgelassen. Mein Steuerfuzzi hatte mir zwar in der Zwischenzeit dazu auch konkrete Zahlen genannt. Diesen zufolge muss ich einen nicht unerheblichen Betrag ans Finanzamt überweisen. Die Umsatzsteuer eben. Und dazu habe ich ca. 4 Wochen Zeit ab Abgabetermin. Soweit so gut. Gleichzeitig hat der Steuerfuzzi aber auch einen Betrag für die Einkommenssteuerrückerstattung (mein Gott, was für ein Wort) errechnet. Erfreulicherweise liegt der über dem zu zahlenden Betrag. Insgesamt mache ich also plus. Schön!
Der Bescheid des zu zahlenden Betrages kam dann auch bereits nach einer Woche. Hatte ich nicht anders erwartet. Erstaunlicherweise kam der Bescheid der Rückerstattung dann aber auch recht schnell. Eine Woche später. Wow! Nicht zu fassen, was ist da los?
Die absolute Überraschung war aber, dass ich das Geld der Rückerstattung dann auch 2 Tage später auf meinem Konto hatte.
Abgesehen von der Tatsache, dass es wohl jedem schwerfällt irgendwelche Beträge ans Finanzamt zu zahlen, bin ich doch jetzt im höchsten Maße entzückt und könnte mein liebes Finanzamt glatt umarmen.
Dafür gibts die höchst unwahrscheinliche Bewertung: Besser als erwartet
Wie Man(n) sich rasiert und wo Man(n) sich rasiert, das ist ein nicht ganz unumstrittenes Thema. Das Video von “Eure Mütter” klärt die Frage letztlich auch nicht. Aber es gibt den Wackelkandidaten unter uns Männern vielleicht Denkanstöße. Und wenn nicht, ist es zumindest lustig.
Nach den Fotoshootings in der Firma hat mich Rudi gefragt ob ich Lust hätte von seiner Band Fotos zu machen.
Klar habe ich Lust dazu, Fotografieren ist schließlich mein Hobby. Gesagt, getan, heute waren wir in Bruckhausen. Bruckhausen ist nebenbei bemerkt, einer der interessantesten Stadtteile Duisburgs. Nach Einbruch der Dunkelheit halte ich mich aber nicht so gerne da auf. Wer sich die Fotos ansieht wird verstehen warum.
Wer sich die Fotos ansieht wird feststellen, dass bei einem solchen Shooting alle Beteiligten erst mal warm werden müssen. Die Fotos werden zum Ende immer besser. Das liegt zum einem am Fotograf, also an mir, aber zum anderen auch an den Fotografierten. Die stellen sich nämlich auch immer besser auf die Situation ein, bringen selber Ideen ein und sind dann auch heiss drauf diese Ideen umzusetzen. Und genau das sieht man den Fotos auch an.
Selten habe ich mich so deplaziert gefühlt wie auf der Party zum 50sten Geburtstag einer Kollegin meiner Frau. Schon im Vorfeld hatte ich ein ungutes Gefühl - Partys im Vereinsheim eines Kleingartenvereins, was soll das denn werden? Ich finde diese Strebergärtner meist belustigend, mit ihren Regeln und Vereinsordnungen und dem ganzen Zeug. Mittagsruhe, Rasenmähen, Hecke schneiden sind da immer die Topics der Versammlung. Ätzend!
Jetzt wußte ich ja, dass genannte Arbeitskollegin keinen solchen Strebergarten hat und sich nur für ihre Feier das Vereinsheim angemietet hatte - also fahren wir mal hin, vielleicht wirds ja doch ganz nett.
Sakra, war das ne Scheiße. Am Ort des Grauens standen schon draußen, ordentlich in Reih und Glied, 3 Rollatoren. Super - endlich bin ich auch im wirklichen Leben der über 50jährigen angekommen. An dieser Stelle war ich kurz davor eine Übelkeit, Ohnmacht und/oder Kopfschmerzen vorzutäuschen, aber meine Frau wollte jetzt nicht mehr zurück. Ich rang ihr umgehend das Versprechen ab, den Aufenthalt so kurz wie möglich zu gestalten und zwang mich innerlich zur Ruhe.
Drinnen angekommen, bestätigte sich der erste Eindruck in jeder, aber auch wirklich in jeder Weise. Beim Publikum dachte ich sofort, warum stehen da eigentlich nur 3 Rollatoren?
Die Fichte/Tanne Verbretterung an Wänden und Decken, die Kupferstiche und Fotos aus dem Bergbau (Duisburg Walsum eben) vervollständigten das Bild. Im Nebenraum die Küche. Eine 1a Einbauküche mit Hochglanzspüle, was sonst. 5 dicke Weiber spülen und quatschen Luftblasen, was sonst. Kalte panierte Schnitzel, Kartoffelsalat, Nudelsalat und halbwarmer Schweinebraten durften da natürlich nicht fehlen. Und die Weiber wuselten, dankbar eine “wirkliche” Aufgabe zu haben, vor sich hin. Ich hab sofort den Käseigel gesucht. Und, oh Wunder, es gab keinen. - Ich vermute, den hat irgendne Omi zu Hause vergessen. Ersatzweise gabs ne Käseplatte mit ein paar Weintrauben. Alles andere hätte mich auch echt überrascht.
Tja, und dann gabs da noch die Giselas, Helgas, Werners und Günters und wie sie sonst alle hießen. Mit Sprüchen wie: “Ach komm Gisela, so jung kommen wir doch nich mehr zusammen, komm! - en Schlücksken kaltes dabei?” sprachs und goss der Gisela das Glas wieder voll. Die konnte sich gar nicht entscheiden ob sie lieber Bier, Rotwein oder Schnappes saufen wollte und trank sicherheitshalber mal einfach alles. War ja umsonst. Und dabei versuchte sie ständig den Eindruck zu erwecken, dass sie ja eigentlich gar keinen Schnapps, Rotwein oder Bier mag und normalerweise ja eigentlich nie … - Ihre Augen sprachen da eine andere Sprache. Lustig geschminkt lukten sie über die roten Augenringe, die wiederum farblich gut zur Nase passten. Die Fönfrisur kam bereits leicht durcheinander, aber zum Glück war da ja Werner. Der hats gerichtet. Mit flinken Fingern die Haare glatt gemacht und wie zufällig noch eben an die Titten gefasst, so isser der Werner, grinst dabei - und sie auch.
Ah - da geht noch was!
Bei mir nicht mehr. Ich will hier weg. Meine Frau hat auch die Schnauze voll. Anstand hin oder her - das hier ist einfach nicht unser Film. Wir hauen ab. Gott sei dank!
Falls mich in nächster Zeit jemand zu einer Gartenparty einladen will, lass ich mir die Gästeliste mit Altersangabe zeigen.