• 7-9 Kwaxx-Points 29.10.2008

    Die Macht der Buchstaben, aneinandergereiht zu Worten und Sätzen ist gewaltig. Ebenso leider auch das allzu oberflächliche Lesen derselben. Diese Oberflächlichkeit kann zu einer Sinnentfremdung führen und somit zu falschen Schlussfolgerungen. Das sollte mir als Programmierer eigentlich klar sein. Keine Programmiersprache verzeiht den noch so kleinsten Fehler. Selbst ein Komma oder Semikolon kann über Gut oder Böse entscheiden.

    Warum passiert dann gerade mir der Fehler, einen Text, geschrieben von einer lieben Kollegin, so falsch zu interpretieren?

    Vielleicht weil ich den Text nur überflogen habe, ich eigentlich zu viel zu tun hatte, Begriffe wie “alt im Kopf” genannt wurden bei denen ich mich persönlich angesprochen fühlte und weil meine persönliche Auswahl in einer öffentlichen Abstimmung kritisiert wurde. Persönlich angesprochen fühlte ich mich wohl aufgrund meines tatsächlichen Alters und weniger wegen des “alten Kopfes”. Das war Eitelkeit. Eigentlich völliger Blödsinn.

    Die entstandene Zwietracht fand ich belastend, störend und im Grunde völlig unnötig. Hier haben zwei Personen überreagiert. Sprachlicher Ausdruck in Form von Buchstaben scheint mir sehr anfällig für solche Probleme. Was zwischen den Menschen neben den Buchstaben, Worten und Sätzen in einem persönlichen Gespräch tatsächlich abläuft weiß ich nicht - klar ist aber, dass es niemals zu einem derartigen Irrläufer gekommen wäre wenn der Dialog auf Sprechen statt auf Schreiben basiert hätte.

    Also, liebe Leser, seit umsichtig im Umgang mit Buchstaben. Schreiben und Lesen ist gleichermaßen riskant. Ein persönliches Gespräch ist allemal vorzuziehen.

    Genug gekwaxxsalbert.

    9 Kwaxx-Points

    Posted by Kwaxx @ 23:15

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