• Es sind die kleinen Patzer, die einem lange nachlaufen. Manche wird man nie wieder los. Vielfach möchte man Gesagtes ungesagt machen. Geht aber im richtigen Leben nicht. Strg+Alt+Del oder zumindest eine Backspace-Taste sind dann die Wünsche eines Nerds. Leider alles nicht vorhanden im Real-Live.

    Glücklicherweise sind aber nicht alle Patzer von der schlimmen Sorte. Meiner war eigentlich nicht wirklich schlimm, sorgt aber immer wieder und leider auch sehr nachhaltig für Belustigung.

    Das sind dann Situationen wo sich ein ganz, ganz klitzekleines Lächeln, ja vielleicht nur ein leichtes Mundwinkel verziehen in den Gesichtsausdruck eines Kollegen oder einer Kollegin einschleicht wenn sie wissen, dass ich jetzt gleich am Telefon englisch sprechen muss.

    Heute war wieder so eine Situation. Nachdem seit Tagen ein Kampagne nicht richtig läuft weil bei unserem Partner ein Namenloser Techniker ohne jeglichen Grund eine durchschlagend falsche Konfiguration eingestellt hatte, musste ich mit der Firmenzentrale in England telefonieren.

    Meine Kollegin, die beim ursprünglichen Patzen Zeugin war und deren Mundwinkel sich auch immer so seltsam verziehen wenn das Thema auf Englische Telefonate kommt, sagte dann: “Ich geh dann mal zurück an meinen Platz.”

    OK - das ist natürlich die Höchststrafe.

    Um den Lachanfall zu umgehen den Raum verlassen ist bitter für den Betroffenen. Also für mich in diesem Fall.

    Ich habe versucht mir nichts anmerken zu lassen und habe mutig zum Telefon gegriffen. Das Telefonat war dann das aus dem Beitrag “English for Runaways”.

    Der Patzer
    Den Englischkurs in der Firma hatte ich ja auch schon in “English for Runaways” erwähnt. Der Kurs ist klasse und er hat mich auch wirklich ermutigt wieder mehr Englisch zu sprechen. Im Berufsalltag lässt sich das eben auch nicht vermeiden. Bei Telefonaten bekommt das Ganze natürlich mehr Brisanz weil ja die Gestik entfällt und man nur mit Worten seine Position klarmachen muss. Deshalb kam es in einem fast schon hitzigen Telefonat mit einem holländischen Techniker zu einer kleinen Zurechtweisung dieses Technikers. Meine Botschaft war ganz offensichtlich bei ihm angekommen und er fragte am Schluss schon fast ein bisschen kleinlaut ob er eine bestimmte Technik lieber so oder so einsetzen sollte.

    Meine barsche Antwort war: “It´s wurscht!!!”

    Tja, und dieses geflügelte Wort verfolgt mich nun von dieser Sekunde an. Meine Kollegin lag vor Lachen fast unterm Tisch und letztlich kann ich dann auch das Lachen nicht unterdrücken. So gesehen war dann der heutige Rückzug an ihren Platz vielleicht doch nicht nur eine Höchststrafe sondern auch ein bisschen Rücksichtnahme.

  • Wer kennt das nicht? Samstags bei IKEA einkaufen, was ja für sich alleine schon bescheuert ist, aber ich musste leider hin, weil mir am Freitag mein Bürostuhl in meinem Home-Office kaputt gegangen ist. Einfach so, von jetzt auf gleich hat er mit meinem lauten Knall den Federmechanismus unter sich gehen lassen und wollte fortan nicht mehr aus der “Liegeposition” in die normale Arbeitsposition zurückkehren. Nun ja, das Teil war alt, uralt um genau zu sein.

    Also auf zu IKEA, mit Frau, da ich ja immer noch nicht meine neue PIN-Nummer für die EC-Karte von der Bank erhalten habe, und alle Abkürzungen durch die verschlungenen Gänge genommen um möglichst schnell wieder draußen zu sein. Das hat sogar geklappt. Sogar ohne Teelichter oder Schüsselchen zu kaufen. Oh Wunder.

    An den Kassen hatte ich die freie Wahl unter 10 - 15 geöffneten Kassen - und ich wählte zielstrebig die mit der kürzesten Schlange. Soweit klar. Konnte ich denn ahnen, dass die Kunden vor mir, nach dem Bezahlen einen Tippfehler auf ihrer Quittung gefunden haben. Nein! - Konnte ich nicht. Die bedröppelte Kassiererin hatte offensichtlich den Fehler eingestanden und rief telefonisch nach einer Oberkassiererin, die dann die Fehlbuchung wieder korrigieren konnte.

    Mehrere Minuten vergingen und einige Kunden, die hinter mir standen, stellten sich inzwischen an anderen Kassen erneut an. Mir kam es so vor als wäre an allen anderen Kassen eine Turboabfertigung eingeschaltet und ich sah wie Leute, die zuvor hinter mir gestanden hatten, inzwischen an anderen Kassen bereits bezahlten.

    Mal wieder völlig verkwaxxt dachte ich mir, hielt aber durch. Ich hätte wohl auch keine andere Wahl gehabt. Egal wo ich mich angestellt hätte, die Turboabfertigung wäre sicher von jetzt auf gleich zu Ende gewesen.

    1 Kwaxx-Point

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  • Wer jetzt hier anhand des Namens vermutet eine rechtschaffende, fleißige Kaffeemaschine vor sich zu haben, dem sei gesagt: Das stimmt nicht! Ganz im Gegenteil. Sie hat vielmehr einen ausgeprägten Hang zur Ungerechtigkeit. Anders lässt es sich zumindest nicht erklären, dass ich offensichtlich ein Abo auf die Statusmeldung „Trester leeren“ habe.

    Heute hat das verflixte Teil aber den Trester derart überfüllt, vermutlich hat sie extra für mich den Sensor deaktiviert, dass sich beim Entleeren fast ein Pfund Kaffeematsch auf der Arbeitsplatte verteilt hat.

    Nachdem ich dann alles wieder aufgewischt hatte, hat sie mich noch mit einer kleinen Aufmerksamkeit belohnt. „Bitte Wasser auffüllen“, hat sie mir zugeblinzelt, das fiese Luder.

    Da sie nicht auch noch Bohnen nachgefüllt haben wollte, das gehört ansonsten zum Programm für mich, gibt es für diesen Versuch auch nur 3 Kwaxx-Points.

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  • In der Kategorie “1-3 Kwaxx-Points” bewege ich mich täglich. Deshalb kann es nicht lange dauern bis diese Kategorie entjungfert wird.