• In der Firma ist nach dem Pilotprojekt im letzten Jahr inzwischen ein neuer Englischkurs angelaufen. Der neue Kurs wurde in zwei Leistungsgruppen aufgeteilt. Das macht ja auch Sinn. Meine Leistung hat natürlich nur für die Wiederholung des Anfängerkurses gereicht. Zum Glück bin ich aber nicht der Einzige, dem das so geht.

    Insgesamt mache ich Fortschritte, fühle mich am Telefon auch nicht mehr so unwohl und kann im Großen und Ganzen auch klarstellen was ich von meinem Gesprächspartner erwarte. Als kleinen Zwischenerfolg verbuche ich diesbezüglich das Zusammenfalten eines holländischen Technikers, der es nach 6 Wochen immer noch nicht auf die Reihe gebracht hatte die geplante technische Umsetzung zum Laufen zu bringen. Nachdem ich ihm, auf englisch, ordentlich die Meinung gegeigt hatte, funktionierte es dann plötzlich innerhalb von 10 Minuten.

    Juchhe - Der Englischkurs hat es voll gebracht.

    Das war vor ca. 4 Wochen.

    Heute musste ich ein Problem mit Technikern in London klären. Nachdem alle E-Mails und Telefonate mit den entsprechenden Leuten in der deutschen Niederlassung nicht zum gewünschten Erfolg geführt hatten dachte ich, einfach anrufen, der Englischkurs war und ist gut, du schaffst das schon.

    Alles klar, Nummer gewählt, gewartet - Verbindung abgebrochen. Gott sei Dank, noch mal gut gegangen.

    Also noch mal tief Luftholen und die zuvor vergessene Null auch noch wählen. Ich muss aus dem Büro um ins Ausland zu telefonieren 3 Nullen wählen, daran werde ich mich nie gewöhnen.

    So weit ging schon mal alles glatt. Super!

    Am anderen Ende wird abgenommen, “Hello Peter speaking …”, alles klar denke, den verstehe ich ja total klasse. Also stelle ich mich kurz vor und sage was ich möchte, alles läuft super denke ich - und dann höre ich: “One second please, I will connect you to …”

    Tüüt - dann meldet sich mein Ansprechpartner und ich kann die Sprache im ersten Moment nicht richtig zuordnen, bin mir aber bereits nach 2 Sekunden sicher, das muss Kisuaheli sein.

    SUPER!

    Mit Englisch hat das jedenfalls genau so wenig zu tun wie Bayrisch mit Deutsch. Ich verstehe meinen Gesprächspartner schon akustisch nicht, von Inhalten mal ganz zu schweigen.

    Irgendwie und mit ein paar Umwegen hat es dann letzten Endes zwar funktioniert und auch die technische Anforderung wurde wie gewünscht umgesetzt aber die Einschätzung meiner Englischkenntnisse wurden doch recht brutal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

  • Überraschung! Gleich drei Knöllchen im Briefkasten. Super! Natürlich nicht wegen abgelaufener Parkscheibe (5 Euro), nein, Parken im Fussgängerbereich (neben der Faktorei), 30 Euro. 3 x 30 Euro = 90 Euro!!! Natürlich war nie ein Ticket dran und so habe ich vom “Falschparken” auch nichts gewußt. Ich könnte kotzen.

    Abgesehen davon stand mein Knöllchensammler niemals wirklich neben der Faktorei sondern bestenfalls mit zwei Rädern auf der Parkfläche und mit den anderen beiden auf dem geschotterten Weg. Der Weg ist nur ca. 10 Meter breit und da macht so eine Viertelautobreite offensichtlich schon genug aus um dieses Vergehen gleich mit 30 Euro zu ahnden.

    Ganz eindeutig: 6 KwaxxPoints

  • Gestern nach Feierabend auf dem Weg nach Hause bin ich noch eben zu meiner Bank gefahren um für das geplante Treffen mit meinen Kollegen (m/w) im Finkenkrug noch frisches Geld zu holen.

    Der Bankomat im feindlichen Kurzdialog: “Karte rein, Betrag wählen, PIN eingeben, Ende im Gelände - verkwaxxt!”

    Ihre Karte wird einbehalten, bitte wenden Sie sich an Ihr kontoführendes Kreditinstitut.

    Das Kreditinstitut hatte natürlich bereits geschlossen. Was auch sonst. Bei mir gingen sofort alle Lampen an und ich überlegte was da jetzt nun wieder passiert sein könnte und natürlich bekam ich ein mulmiges Gefühl im Bauch und irgendwie sogar ein schlechtes Gewissen. Warum auch immer.

    So richtig voll verkwaxxter Bockmist eben.

    “Habe ich jetzt überhaupt noch genug Geld für das ein oder andere Bierchen? Ach scheiß drauf, ich bin im Finkenkrug kreditwürdig und im Zweifel lass ich die Pappe aufhängen.”

    Trotzdem geht mir der Bockmist nicht aus dem Hirn. Irgendwie ist meine Stimmung dahin. Jetzt heißt es: Modus “Aktive Problemverdrängung” einschalten, dann schaun wir mal und dann werden wir schon sehen. Und irgendwie klappt das auch (weil ich in dieser Disziplin Weltmeister werden könnte). Quicks-Kwaxx - alles vergessen und verdrängt. *Supi!*

    Der Abend mit meinen Kollegen wird dann auch klasse, zumindest bis zu dem Zeitpunkt als einer der Kollegen, der vom Vollkornsprudel, mich auf das Finanzamt hinweist. Zum Glück kam das aber erst als wir bereits alle bezahlt hatten und im Aufbruch waren. Ich bekam jedenfalls sofort Schweißausbrüche und dachte: “Könnte das denn bei mir zutreffen?” - “Aber nein, eher nicht, oder doch?” Irgendwie bleibt da eine gewisse Unsicherheit und das ist die Basis des Kwaxxschen Grundgesetzes (irgendwas geht immer schief). 

    Letztendlich stellte sich dann heute morgen beim Besuch der Bank heraus, dass der Bankomat in der letzten Woche durch Bösewichte manipuliert worden ist und die Bank von allen Kunden, die im betreffenden Zeitraum mit diesem Automaten um Geld gerungen haben, die Karten eingezogen hat. Aus Sicherheitsgründen versteht sich (auch so ne Kwaxxsche Regel).

    OK - Keine Finanzamt, kein schlechtes Gewissen mehr - puuh, dieser Kelch ist an mir vorüber gegangen. Gott sei Dank!

    Ob eventuell noch Abbuchungen von meinem Konto gemacht werden ist noch nicht 100%ig klar. Bisher ist jedenfalls nichts passiert.

    Da hat es einen Bekannten schon etwas schlimmer getroffen. Ihm sind aus gleichem Grund 2×400 englische Pfund (~2×500 Euro) vom Konto abgebucht worden. Er musste Strafanzeige gegen Unbekannt stellen um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. 

    Es hätte also schlimmer kommen können.
    Deshalb nur 5 von 10 Kwaxx-Points.

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  • Das ist der gehobene Standard - also nicht unbedingt täglich, aber leider doch zu oft.