• Seit Anfang Juli läuft das Projekt “Neue Bilder für Webseite und Flyer” für meinen Arbeitgeber. Inzwischen sind die meisten Aufnahmen für die Collagen auch gemacht. Und alle Beteiligten waren sehr fleißig und haben die Bildbearbeitung schon recht weit vorangetrieben. Ich alleine habe schon geschätzte 80 Stunden außerhalb der Arbeitszeit investiert. Die Daten waren anfangs nur auf meinem Privatrechner. Sowas ist aber nie eine gute Idee und deshalb hatte ich bereits vor Wochen ca. 20 Gigabyte Plattenplatz auf einem Firmenserver angefordert. Für die wichtigsten Daten.

    Den Plattenplatz habe ich auch, Zugriff über FTP. Klappt alles, dauert natürlich immer ewig wenn man eine Datei dann spät in der Nacht uploaden will geht das leider auch schon mal schief. 1,4 Gigabyte hochladen sind selbst bei DSL 25.000 noch einige Stunden. Wenn da die Zwangstrennung vom Provider zwischen kommt ist die Datei Schrott. Hatte ich schon zweimal. Also wurden die Daten klassisch über Speicherkarten oder USB-Stick getauscht.

    Bislang kam es jedenfalls zu keinen Datenverlusten.

    Am letzten Sonntag hat dann mein Rechner angefangen zu zicken. Hat sich kurz nach dem Start einfach ausgeschaltet. Das blieb nicht ohne Folgen. Das Raid-System war korrupt und startete eine Selbstreparatur. Bei einem Datenbestand von ca. 870 Gigabyte dauert dieser Prozess ca. 7-8 Stunden. In dieser Zeit habe ich dann keine großen Photoshop-Dateien bearbeitet, einfach aus Angst vor Datenverlusten. Eine anschließende Datensicherung auf eine externe Festplatte schlug zunächst fehl. Der genaue Grund ist mir unbekannt.

    Am Montag konnte ich dann diese Datensicherung problemlos durchführen. Zeitdauer der kompletten Systemsicherung: 3 Stunden.

    Da war es dann 22:00 Uhr und ich konnte endlich mit der Bildbearbeitung beginnen. Geplant war das ja schließlich bereits für Sonntag. Fertig mit dem Bild war ich dann um 05:15 Uhr. Na herzlichen Glückwunsch. Schon die dritte Nacht seit Projektstart, die ich nicht schlafe. Aber egal, nächste Woche ist Deadline. Danach kehrt wieder Alltag ein.

    Das fertige Bild habe ich dann zur Sicherheit auch noch auf die externe Platte kopiert und dann wollte ich den Rechner runterfahren aber das blöde Ding ging einfach wieder an. Diesen bekloppten Fehler hatte ich schon mal, vor einigen Monaten. Irgendwas hatte sich damals im BIOS verstellt. Deshalb ging ich noch mal ins BIOS, habe Defaultwerte geladen und gespeichert um anschließend meine normalen Einstellungen wieder drüber zu schreiben. Das Ganze nur um sicher zu gehen, dass das BIOS auch wirklich neu geschrieben/gespeichert wird. Letztlich alles erfolglos. Die Kiste startet einfach immer wieder neu.

    Schnauze voll, Hauptnetzschalter AUS => Ruhe!!! Das war Dienstag Abend.

    Heute (Mittwoch), das nächste Bild muss bearbeitet werden, die Zeit rennt. Eine Kollegin hatte heute schon einen kleinen Heulanfall und ich wollte nicht dazu beitragen, dass sich ihre Angst um das Terminhalten weiter verstärkt.

    Aber geschissen - mein Rechner streikt. Lässt sich nicht mehr einschalten. Erzeugt nur einen Dauerpiepton für ca. 15 Sekunden, fährt dann wieder runter und dann beginnt der Mist von vorne.

    Dauerpiepton => Netzteil defekt

    So eine Scheiße. Das Ding hat 600 Watt. Das neue sollte wohl mehr haben. Also 1000 Watt. So ein doofes Teil kostet aber 150 - 250 Euro und eigentlich habe ich in diesem Monat dafür gar kein Geld mehr.

    Irgendwas läuft hier falsch.

    Ganz eindeutig: 8 KwaxxPoints

  • Anfang des Monats bekomme ich eine Mail von PayPal: “Sie haben eine Zahlung autorisiert an NCsoft Europe Limited.” Es geht um 49,99 Euro.

    Noch bevor ich mich bei PayPal einloggen konnte kam eine Mail von PayPal “Bestätigung der Kündigung der Abbuchungsvereinbarung”. Bis hierher hatte aber überhaupt nichts gemacht.

    Als ich mich dann einloggen wollte wurde mir mitgeteilt, dass ich zum ausgewählten Benutzerkreis derjenigen gehöre, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt Ihre Daten zur Verifizierung erneut eingeben sollen.

    Ich dachte zunächst an Phishing, denke aber inzwischen, dass PayPal versucht dem Missbrauchsversuch durch erhöhte Sicherheitsmaßnahmen entgegen zu wirken.

    Meine erste Entscheidung ging dann in die Richtung mein PayPal-Konto überhaupt nicht erneut zu aktivieren.

    Dann kommt letzte Woche der Newsletter von eBay. Darin steht, dass Verkäufern mit weniger als 50 Bewertungspunkten ab dem 25. Februar 2010 ein Verkauf nur noch ermöglicht wird, wenn sie PayPal als Zahlungsmöglichkeit anbieten.

    Da PayPal zu eBay gehört soll sich hier jetzt jeder denken was er will …

    —————

    Und das Ganze geht noch weiter.
    Da ich meinen PayPal-Account nicht am gleichen Abend geupdated habe, einfach weil ich keine Zeit hatte, lief der Ganze Mist ohne eine weitere Benachrichtigung nochmals ab. Heute Abend logge ich mich dann bei meiner Bank ein und habe 2 Abbuchungen von jeweils 49,99 Euro.

    Jetzt schlägts aber 13 !!!

    Sofort bei PayPal eingelogged, die notwendigen Angaben gemacht und siehe da, ich kann mein Geld nicht zurückbuchen weil auch noch meine Adresse erneut verifiziert werden muss. Dazu kann man den Personalausweis scannen und die Datei anschließend hochladen. Das habe ich auch sofort gemacht, aber bis das jetzt gecheckt ist und ich die Rücküberweisung ausführen kann vergehen sicher ein paar Tage und dann braucht auch die Überweisung selbst sicher noch ein paar Tage und in der Zwischenzeit fehlen mir die knapp 100 Euro auf meinem Konto.

    Ich kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen möchte.

    Ich finde das ist mal satte 9 Punkte auf der Kwaxx-Scala wert.

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  • Die Macht der Buchstaben, aneinandergereiht zu Worten und Sätzen ist gewaltig. Ebenso leider auch das allzu oberflächliche Lesen derselben. Diese Oberflächlichkeit kann zu einer Sinnentfremdung führen und somit zu falschen Schlussfolgerungen. Das sollte mir als Programmierer eigentlich klar sein. Keine Programmiersprache verzeiht den noch so kleinsten Fehler. Selbst ein Komma oder Semikolon kann über Gut oder Böse entscheiden.

    Warum passiert dann gerade mir der Fehler, einen Text, geschrieben von einer lieben Kollegin, so falsch zu interpretieren?

    Vielleicht weil ich den Text nur überflogen habe, ich eigentlich zu viel zu tun hatte, Begriffe wie “alt im Kopf” genannt wurden bei denen ich mich persönlich angesprochen fühlte und weil meine persönliche Auswahl in einer öffentlichen Abstimmung kritisiert wurde. Persönlich angesprochen fühlte ich mich wohl aufgrund meines tatsächlichen Alters und weniger wegen des “alten Kopfes”. Das war Eitelkeit. Eigentlich völliger Blödsinn.

    Die entstandene Zwietracht fand ich belastend, störend und im Grunde völlig unnötig. Hier haben zwei Personen überreagiert. Sprachlicher Ausdruck in Form von Buchstaben scheint mir sehr anfällig für solche Probleme. Was zwischen den Menschen neben den Buchstaben, Worten und Sätzen in einem persönlichen Gespräch tatsächlich abläuft weiß ich nicht - klar ist aber, dass es niemals zu einem derartigen Irrläufer gekommen wäre wenn der Dialog auf Sprechen statt auf Schreiben basiert hätte.

    Also, liebe Leser, seit umsichtig im Umgang mit Buchstaben. Schreiben und Lesen ist gleichermaßen riskant. Ein persönliches Gespräch ist allemal vorzuziehen.

    Genug gekwaxxsalbert.

    9 Kwaxx-Points

  • Selten habe ich mich so deplaziert gefühlt wie auf der Party zum 50sten Geburtstag einer Kollegin meiner Frau. Schon im Vorfeld hatte ich ein ungutes Gefühl - Partys im Vereinsheim eines Kleingartenvereins, was soll das denn werden? Ich finde diese Strebergärtner meist belustigend, mit ihren Regeln und Vereinsordnungen und dem ganzen Zeug. Mittagsruhe, Rasenmähen, Hecke schneiden sind da immer die Topics der Versammlung. Ätzend!

    Jetzt wußte ich ja, dass genannte Arbeitskollegin keinen solchen Strebergarten hat und sich nur für ihre Feier das Vereinsheim angemietet hatte - also fahren wir mal hin, vielleicht wirds ja doch ganz nett.

    Sakra, war das ne Scheiße. Am Ort des Grauens standen schon draußen, ordentlich in Reih und Glied, 3 Rollatoren. Super - endlich bin ich auch im wirklichen Leben der über 50jährigen angekommen. An dieser Stelle war ich kurz davor eine Übelkeit, Ohnmacht und/oder Kopfschmerzen vorzutäuschen, aber meine Frau wollte jetzt nicht mehr zurück. Ich rang ihr umgehend das Versprechen ab, den Aufenthalt so kurz wie möglich zu gestalten und zwang mich innerlich zur Ruhe.

    Drinnen angekommen, bestätigte sich der erste Eindruck in jeder, aber auch wirklich in jeder Weise. Beim Publikum dachte ich sofort, warum stehen da eigentlich nur 3 Rollatoren?
    Die Fichte/Tanne Verbretterung an Wänden und Decken, die Kupferstiche und Fotos aus dem Bergbau (Duisburg Walsum eben) vervollständigten das Bild. Im Nebenraum die Küche. Eine 1a Einbauküche mit Hochglanzspüle, was sonst. 5 dicke Weiber spülen und quatschen Luftblasen, was sonst. Kalte panierte Schnitzel, Kartoffelsalat, Nudelsalat und halbwarmer Schweinebraten durften da natürlich nicht fehlen. Und die Weiber wuselten, dankbar eine “wirkliche” Aufgabe zu haben, vor sich hin. Ich hab sofort den Käseigel gesucht. Und, oh Wunder, es gab keinen. - Ich vermute, den hat irgendne Omi zu Hause vergessen. Ersatzweise gabs ne Käseplatte mit ein paar Weintrauben. Alles andere hätte mich auch echt überrascht.

    Tja, und dann gabs da noch die Giselas, Helgas, Werners und Günters und wie sie sonst alle hießen. Mit Sprüchen wie: “Ach komm Gisela, so jung kommen wir doch nich mehr zusammen, komm! - en Schlücksken kaltes dabei?” sprachs und goss der Gisela das Glas wieder voll. Die konnte sich gar nicht entscheiden ob sie lieber Bier, Rotwein oder Schnappes saufen wollte und trank sicherheitshalber mal einfach alles. War ja umsonst. Und dabei versuchte sie ständig den Eindruck zu erwecken, dass sie ja eigentlich gar keinen Schnapps, Rotwein oder Bier mag und normalerweise ja eigentlich nie … - Ihre Augen sprachen da eine andere Sprache. Lustig geschminkt lukten sie über die roten Augenringe, die wiederum farblich gut zur Nase passten. Die Fönfrisur kam bereits leicht durcheinander, aber zum Glück war da ja Werner. Der hats gerichtet. Mit flinken Fingern die Haare glatt gemacht und wie zufällig noch eben an die Titten gefasst, so isser der Werner, grinst dabei - und sie auch.
    Ah - da geht noch was!

    Bei mir nicht mehr. Ich will hier weg. Meine Frau hat auch die Schnauze voll. Anstand hin oder her - das hier ist einfach nicht unser Film. Wir hauen ab. Gott sei dank!

    Falls mich in nächster Zeit jemand zu einer Gartenparty einladen will, lass ich mir die Gästeliste mit Altersangabe zeigen.

    Eindeutig - das waren 8 Kwaxx-Points

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  • Hier fühle ich mich zuhause, obwohl tatsächlich seit dem Blogstart noch keine Normalkatastrophe “Kategorie 7-9 Kwaxx-Points” eingetreten ist. Aber was will das schon heißen, dieser Blog ist erst 22 Stunden online.